In den letzten Monaten unterlagen die Preise für Aluminiumbarren erheblichen Schwankungen, die durch eine Kombination aus Angebots- und Nachfragedynamik, makroökonomischen Faktoren und geopolitischen Entwicklungen beeinflusst wurden. Nach einer Phase relativer Stabilität Anfang 2024 zeigten die Preise sowohl Aufwärts- als auch Abwärtstrends, was das komplexe Zusammenspiel der Marktkräfte widerspiegelt.
Preisbewegungsübersicht
Die Aluminiumpreise an der London Metal Exchange (LME) waren volatil und lagen im ersten Halbjahr 2024 zwischen 2.200 und 2.600 US-Dollar pro Tonne. Nach einer leichten Erholung im ersten Quartal aufgrund der Nachfrage nach Lagerbeständen gerieten die Preise im zweiten Quartal aufgrund einer schwächer als erwarteten Nachfrage aus Schlüsselsektoren wie der Bau- und Automobilindustrie unter Druck. In den letzten Wochen war jedoch eine leichte Erholung zu verzeichnen, die auf Lieferengpässe und eine Verbesserung der makroökonomischen Stimmung zurückzuführen war.
Schlüsselfaktoren, die die Aluminiumpreise beeinflussen
1. Lieferengpässe und Produktionskürzungen
Energiekosten und Hüttenschließungen: Hohe Energiepreise, insbesondere in Europa, haben einige Hütten dazu gezwungen, ihre Produktion zu drosseln oder vorübergehend zu schließen. Dies hat das Angebot verknappt und die Preise gestützt.
Chinas Produktionspolitik: Als weltgrößter Aluminiumproduzent beeinflusst Chinas Politik in Bezug auf Energieverbrauch und Emissionen weiterhin die globale Versorgung. Jüngste Stromausfälle in der Provinz Yunnan führten zu Produktionskürzungen und erhöhten den Preisdruck.
2. Nachfrageschwäche und Erholung
Abschwung in Bau und Produktion: Die schwache Nachfrage aus dem Immobiliensektor, insbesondere in China, hat den Aluminiumverbrauch gebremst. Auch die schleppende Produktionstätigkeit in Europa und den USA hat das Kaufinteresse gebremst.
Erholung im Automobilsektor: Das Wachstum der Elektrofahrzeugproduktion (EV) sorgte für eine gewisse Unterstützung, da Aluminium ein wichtiger Werkstoff für Leichtfahrzeuge ist. Dies konnte die allgemeine Nachfrageschwäche jedoch nicht vollständig ausgleichen.
3. Makroökonomische und geopolitische Faktoren
Zinsen und Inflation: Die Politik der Zentralbanken, insbesondere die Zinssenkungspolitik der US-Notenbank, beeinflusste die Stimmung der Anleger. Ein stärkerer US-Dollar machte Aluminium zudem für ausländische Käufer teurer.
Globale Handelsspannungen: Exportbeschränkungen in Russland (einem großen Aluminiumproduzenten) und anhaltende Handelsspannungen zwischen den USA und China haben die Lieferketten zusätzlich unsicher gemacht.
4. Lagerbestände und spekulativer Handel
Die Lagerbestände an der LME schwankten, wobei die jüngsten Erhöhungen einige Versorgungssorgen linderten. Spekulative Handels- und Absicherungsaktivitäten verstärkten jedoch die Preisschwankungen.
Ausblick für die Aluminiumpreise
Die kurzfristige Entwicklung der Aluminiumpreise hängt von folgenden Faktoren ab:
Chinas Konjunkturmaßnahmen (z. B. Infrastrukturausgaben).
Trends auf dem Energiemarkt (Kohle- und Stromkosten für Schmelzhütten).
Globale industrielle Erholung, insbesondere in den Bereichen Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energien.
Während Angebotsrisiken die Preise hoch halten könnten, könnten Nachfragesorgen signifikante Kursanstiege bremsen. Die meisten Analysten erwarten, dass Aluminium in den kommenden Monaten in einer Spanne von 2.300 bis 2.700 US-Dollar gehandelt wird, mit Potenzial nach oben, wenn die Produktionsaktivität anzieht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Preise für Aluminiumbarren weiterhin sowohl von makroökonomischen als auch branchenspezifischen Faktoren abhängig sind und daher stark auf Veränderungen auf den Energiemärkten, in der Handelspolitik und bei der industriellen Nachfrage reagieren. Investoren und Branchenakteure sollten diese Variablen aufmerksam beobachten, um zukünftige Preissignale zu erkennen.
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